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Willensschwäche in Antike und Mittelalter

Eine Problemgeschichte von Sokrates bis Johannes Duns Scotus

Jörn Müller

Publication Year: 2009

‘Weakness of the will’ is often used as a shorthand expression to describe a situation in which a person acts against his/her better judgement. This well-known phenomenon poses a serious philosophical problem because it questions deeply our self-understanding as rational agents. This volume offers the first comprehensive investigation into the roots of the present discussion of this subject. Four principal areas constitute the basic framework of the history of this problem: (1) the debate on akrasia in classical Greece; (2) the Christian understanding of weakness of will in late Antiquity; (3) the understanding of involuntary actions in the monastic period; (4) the scholastic controversy between ‘intellectualists’ and ‘voluntarists’ about the roots of human freedom. The book reconstructs the development of the problem within these frameworks and shows how the Greek and the Christian understanding of weakness of the will are intertwined. The final part offers an outlook on the present debate in view of these historical findings.

Published by: Leuven University Press

Title Page, Copyright

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pp. 1-4

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Vorwort

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pp. 3-4

...Eine Studie zur Entwicklung des abendländischen Denkens über das Phänomen der Willensschwäche, die rund 1700 Jahre antiker und mittelalterlicher Geistesgeschichte abdeckt, verlangt ein hohes Maß an Willensstärke, und zwar in doppelter Hinsicht: Zum einen muss der Autor die periodischen Schübe exekutiver Willensschwäche überwinden, die sich bei der Umsetzung eines solchen Vorhabens nahezu zwangsläufig einstellen. Dass dies irgendwie möglich...

Inhalt

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pp. 5-10

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I. Einleitung

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pp. 11-46

...Ihre Problematik beschränkt sich dabei nicht auf das Fassungsvermögen des Einzelnen, insofern dieser sich als willensschwach erfährt und diesem Vorkommnis mit einer Mischung aus Unverständnis („Wie konnte mir das passieren?“) und Nonchalance...

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II. Leidenschaftliche Begierde contra Vernunft: Die κρασία-Debatte der klassischen Antike

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pp. 47-208

...Wo beginnt eine Problemgeschichte? Trivialerweise und dennoch unausweichlich dort, wo eine Sache zum ersten Mal explizit zum Problem wird. Dies kann im Werk eines einzelnen Denkers geschehen, der ein vorher gänzlich unbekanntes Problem entdeckt oder eine zwar bereits bekannte, bis dahin aber unkontroverse Thematik zum Problem erhebt. Doch gerade die...

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III. „Denn nicht das, was ich will, tue ich …“:Die Diskussionen über die menschliche Freiheitin der christlichen Spätantike

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pp. 209-380

...bezeichnete, gilt auch noch heute vielen Exegeten als „Geburtsstunde christlicher Theologie“, insofern hier nicht nur die innere Logik des Evangeliums aufgedeckt, sondern der Versuch unternommen wird, das Evangelium an der Wirklichkeit insgesamt zu bewahrheiten.1 Seine herausragende Bedeutung wird sinnfällig schon dadurch dokumentiert, dass er trotz anfänglich...

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IV. Unwilliges Handeln (invitus facere) und liberum arbitriumals Problem im 11. und 12. Jahrhundert

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pp. 381-496

...Zum Ende des vorhergehenden Teils haben wir gesehen, wie innerhalb des augustinischen OEuvres ein bestimmter Handlungstyp problematisiert und profiliert wird, der für das Verständnis willensschwacher Handlungen sehr ertragreich ist: das unwillige Handeln...

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V.Zwischen Intellektualismus und Voluntarismus: Die scholastische Debatte um die Willensschwächeim 13. Jahrhundert

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pp. 497-698

...Die scholastischen Diskussionen zur Willensschwäche bilden den Abschluss und auch den Kulminationspunkt dieser Arbeit, insofern hier die beiden historischen Stränge der Diskussion zusammenfließen, die wir bisher kennengelernt haben: die ἀκρασία-Debatte der griechischen Antike und die christliche Diskussion im Anschluss an Paulus und Augustinus. Der...

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VI. Schluss

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pp. 699-760

...Nachdem in den Zwischenbetrachtungen die zentralen Resultate der Analyse und die wichtigsten historischen Entwicklungen innerhalb der vier zeitlich geschiedenen Diskussionskontexte verhandelt worden sind, sollen nun abschließend einige historisch übergreifende Linien gezeichnet werden, welche die vorgestellte Problemgeschichte in toto durchziehen und verbinden bzw. zusammenhalten. Dabei geht es nicht so sehr um die nochmalige...

Quellen- und Literaturverzeichnis

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pp. 761-804

Index

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pp. 805-809

De Wulf-Mansion Centre Ancient and Midieval Philosophy

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pp. 810-814


E-ISBN-13: 9789461660268
Print-ISBN-13: 9789058677525

Publication Year: 2009

Series Title: Ancient and Medieval Philosophy - Series 1